Folgen Sie uns auf Facebook 

Lex und Lou

von

Von Martina. Ein Auszug des Textes ist online im regional.report Brühl erschienen.

hdr

LEX und LOU
Am 15.04.2021 um 06:15 Uhr wurden durch den Hund der Familie Lloréns beim Morgenspaziergang in Vochem neben einer Sitzbank im Feld zwei Katzenwelpen gefunden. Dabei war es 3°C Außentemperatur. Fast wären sie im Feld an Unterkühlung gestorben. Die Katzenwelpen lagen eng beisammen im Gras. Keine Decke, kein Karton. Einfach auf dem kalten Boden im Gras. Herr Lloréns nahm die Kätzchen mit nach Hause und die Familie versuchte direkt Hilfe für die zwei zu erhalten. Die um Hilfe gebetene Tierärztin empfahl erstmal die Kitten mit lauwarmem Wasser und Spritze zu versorgen. Etwas später nahm die Familie mit dem örtlichen Tierschutzverein; der „Brühler Samtpfotenhilfe e.V.“; Kontakt auf. Nachdem hier erste Tipps und die weitere Vorgehensweise besprochen wurden; versorgte der Verein den Finder bzw. die Kätzchen erstmals mit sogenannter Welpen Milch und einer Erstausstattung. Die kleinen Kätzchen wurden gewogen. Bei einem Gewicht von nur 220 g wurden sie auf ca. 1- 2 Wochen geschätzt. Es war auch erstmal wichtig die kleinen mit der nötigen Wärme zu versehen. Die nächsten 3 Tage waren sehr arbeitsreich: Alle 2 Stunden brauchten die Kätzchen eine Flasche, Wärme und die Familie ersetzte sozusagen die Mutterkatze. Die ersten Tage waren sehr hart und wir wussten nicht, ob wir es schaffen die zwei durchzukriegen.
Nach ein paar Tagen konnte man die Fütterungszeiten auf alle 3 Stunden erweitern.
Seitdem werden sie bei der Familie Lloréns und der Beratung der Hilfe der Brühler Samtpfotenhilfe e.V. aufgepäppelt und großgezogen. Die kleinen Kater entwickeln sich bestens, sind nun 4 Wochen alt, wiegen 460 g und sind richtig aktiv.
Die Katzen hatten großes Glück, dass man sie gefunden hat.
Was die Tierschützer und die Finder jedoch aufregt ist: Wer legt so kleine Kätzchen einfach in der
Kälte ab? Gibt es vielleicht Passanten, die etwas beobachtet haben und Auskünfte über den Sachverhalt machen können? Kennt jemand eine Familie, die zurzeit einen Wurf Katzen hat und
es fehlen zwei? Wir würden gerne der Mutterkatze helfen und dem Besitzer anbieten, seine Katze
kastrieren zu lassen. Ggfs. kann das auch anonym erfolgen. Hinweise werden auf Wunsch diskret behandelt.
Im Rhein- Erft- Kreis gilt seit dem 15.01.2020 die Katzenschutzverordnung. Das heißt es gilt die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht. Wer seiner Katze Freigang gewährt, muss sie kastrieren lassen, durch einen Chip kennzeichnen und registrieren lassen. Tierhalter*innen, die das nicht durchführen, können mit einem Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro belegt werden.
Die Kastration verhindert ungewollte Überpopulation.
Zur weiteren Info: Das Aussetzen eines Tieres ist gemäß § 3 Abs. 3 Tierschutzgesetz verboten. Das Aussetzen ist eine Ordnungswidrigkeit und wird gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 4 TierSchG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft. Im Einzelfall, so wenn das Tier durch die Aussetzung zu Tode kommt, kann es sich um eine Straftat gem. § 17 TierSchG handeln.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine solche Aussetzung. Dies ist sehr unmoralisch und verwerflich.
Wer Hinweise geben kann, meldet sich bitte unter der Telefonnummer: 02232- 23965 oder per
Mail an:
Wer den Verein bzw. die kleinen Lex und Lou, haben wir sie getauft, unterstützen möchte, kann uns gerne Katzenmilch bzw. Kitten Futter spenden.
Zurzeit füttern wir: Die PetAg KMR Katzenmilch für Katzenwelpen. Eine Dose 170 g kostet zurzeit ca. 29,00 Euro als Erstversorgung. Zurzeit erhalten sie von Royal Canin die Ersatzmilch, diese kostet ca. 20,00 Euro für 300 g Milch.
An bisherigen Futterkosten für die Ersatzmilch sind schon 90,00 Euro angefallen.
Gerne stellen wir Ihnen eine sogenannte Spendenbescheinigung aus.
Zurzeit sind die Katzen noch nicht in der Vermittlung. Dies wird erst in ca. 10 -12 Wochen der Fall sein.
Unsere Bankverbindung für Spenden:
Kennwort: Lex und Lou
IBAN: DE20 3705 0299 0182 2719 77
BIC: COKSDE33XXX
Vielen Dank für Ihre Unterstützung:
Der Vereinsvorstand, das Samtpfotenteam, Familie Lloréns
und die Kleinen Lex und Lou