Jungkater Sven und Snorre sind vermittelt

17. Januar 2017

von

+++ Update vom 14. Mai 2017 +++
Sven sucht ein neues zu Hause bei lieben und geduldigen Menschen

Hallo, du!

Mein Name ist Sven. Ich kam Ende Oktober 2016 mit meinen beiden Brüdern Sid und Snorre auf einem Schrottplatz zur Welt und bin somit heute etwas mehr als 6 Monate alt. Mit ca. 6 Wochen wurden wir gefangen und zu einer Pflegestelle gebracht. Unsere Eltern wurden kastriert und dort wieder frei gelassen, weil sie einfach zu wild waren, um sie noch an den Menschen zu gewöhnen. Aber wir Kleinen sollten gezähmt werden, damit wir in ein schönes Zuhause vermittelt und auch medizinisch stets gut versorgt werden können. Sid war leider sooo krank, dass er nach wenigen Tagen erlöst werden musste. Das fanden die Pflegis, Snorre und ich sehr traurig. Ich bin natürlich kerngesund, komplett durchgeimpft, kastriert und gechipt. Steht alles in so nem komischen kleinen Heftchen. Kann ich gern mitbringen.

Mittlerweile ist es so, dass Snorre ein totaler Kuschelbär geworden ist (tz…Weichei) und die Pflegis ihn AUF GAR KEINEN FALL mehr hergeben können. Also diskutier erst gar nicht mit denen darüber. Er latscht ihnen auch immer hinterher und plumpst sich einfach auf sie drauf. Das finden die wohl ganz toll. Bei mir ist das etwas anders. ICH TRAUE MICH EINFACH NOCH NICHT! Manchmal, wenn ich mich zu den anderen geselle (mit uns wohnen dort nämlich 5 Stubentiger und ein Hund) und etwas vor mich hindöse, kommen ein paar Finger so ganz langsam von hinten an meinen unteren Rücken und krabbeln mich. VON VORNE MAG ICH DAS GAR NICHT. Das krabbeln an sich finde ich schon toll, und manchmal schnurre ich auch. Die Finger wandern dann weiter hoch, bis sie an meinem Kopf und unterm Hals angekommen sind. Wenn ich meinen Hals dann strecke, krabbeln die Finger weiter. Das ist echt genial! Und wenn sich meine Pflegis nicht so ruckartig bewegen, bleibe ich auch liegen. Sie wissen Gott sei Dank, wann sie rechtzeitig aufhören müssen, bevor es mir zu viel wird. Ich schlafe auch manchmal, aber selten, im großen Bett. Da habe ich sogar schon mal die halbe Nacht auf dem Arm eines Pflegis verbracht. Ok, am nächsten Tag war sein Arm lahm, aber das war mir irgendwie egal. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das mit dem Vertrauen irgendwann genauso gut hin bekommen, wie Snorre. Aber du müsstest dann halt noch Geduld haben. Und ich sag´s dir direkt: Die Katzenbox geht gar nicht! Wenn du mich abholen solltest, wird´s echt spannend. Ich bestehe auf Handschuhe! Bring am besten direkt ein größeres Handtuch mit, weil ich sonst, auch wenn du denkst, dass du mich schon in der Box hast, die kleinste Lücke finde, um dort wieder herauszuhüpfen. Schließlich sind ja noch deine Hände drin. He, he! Das Handtuch verwirrt mich irgendwie, und ich weiß dann gar nicht, wo es raus geht. Bin ich dir einmal entflutscht, wird´s echt spaßig, mich wieder einzufangen. ABER es gelingt dann doch irgendwie. Beim Futtern lass ich mich aber auf jeden Fall streicheln. Da könntest du es auch mal mit Floh-, Wurm- und Zeckenzeug versuchen.

So, und jetzt kommt der Knaller: Ich sehe echt gut aus, wie du selbst erkennen kannst und bin absolut stubenrein. Ich bin nicht wählerisch, was das Fressen betrifft und liebe es, raus zu gehen. Ich vertrage mich sehr gut mit den anderen Kollegen und finde sogar den Hund ganz cool. Habe noch nicht mal etwas kaputt gemacht. Bei dir sollte es nicht zuuu turbulent zugehen. Ich weiß nicht, ob kleine Kinder so das richtige für mich sind, weil ich ja echt noch schreckhaft und wie gesagt, kein Kuscheltier bin. Aber das kommt vielleicht noch. Vielleicht so Pubertierende, die wären nicht schlecht. Stecke ja selbst gerade drin. Ich möchte auf jeden Fall einen Artgenossen, mit dem ich mal raufen, mich aber auch mal drankuscheln kann. Finde ich super. Ich bin auch hammer im sauberlecken. Solltest du noch keinen Artgenossen für mich haben, wäre das nicht zwingend das Problem. Hier läuft nämlich noch so ein schwarzer steiler Zahn rum, ca. 2 Monate älter als ich und holt sogar Bällchen. Tz, tz! Die dürfte ich evtl. mitnehmen. Natürlich das gleiche Programm wie bei mir. Kastriert, geimpft, gechippt…. Auch sie kann sich natürlich ausweisen.

Die Pflegis lassen dir auch Zeit, dich zu entscheiden, weil sie ja irgendwie doch tierisch an mir/uns hängen. Bestimmt, weil ich gestern neben ihnen auf der Couch geschlafen und mich mal hab streicheln lassen.

Ach ja, was mir noch einfällt: Wenn ich draußen so herum streune und es allmählich dämmert, kommt ein Pflegi immer und ruft mich. Ich bin dann so nett und gebe schon mal von weitem Antwort. Dann komme ich auch ganz brav rein, als wäre es das Natürlichste von der Welt. Die freuen sich dann nen Ast. Also weißte Bescheid, ne?! Wenn du dich entschieden hast, kannst du mich ja anrufen. Hier meine Handynummer, falls ich nicht zuhause bin.

Bis denne, dein Sven.

 

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Hallo zusammen,

heute möchten wir uns bei allen Brühler Samtpfotenfreunden vorstellen und unsere kleine Geschichte erzählen.

Ende November 2016 wurden wir von  Sina A.  auf einem Schrottplatz mit unseren Eltern gesichtet.

Unsere Eltern wohnten schon länger dort, als wilde Katzen haben sie sich dort niedergelassen. Auf einem Schrottplatz gibt es viel zu tun, Mäuse und andere Kleintiere, die man fangen kann. Katzenspezialaufgabe sozusagen.

 

 

Sina stellte eine Kamera auf dem auf um uns zu beobachten, mit dem Sinn uns einzufangen und unsere Eltern kastrieren zu lassen.

Das geschah im Dezember. Nach der Kastration wurden unsere Eltern wieder dort freigelassen, da sie zu wild sind, um mit dem Menschen zu leben.

Wir, Sven und Snorre, wurden zu einer sogenannten Pflegestelle gebracht – mit dem Ziel uns zu sozialisieren. Außerdem sollten wir medizinisch gut versorgt werden.

Jetzt sind wir 12 Wochen alt. Wir sind nun fellrein, unsere ersten Wurmkuren haben wir bekommen. Sogar unsere erste Impfung gegen Katzenschnupfen und – seuche haben wir erhalten. In ein paar Tagen müssen wir zur Nachimpfung.

Ja, wir haben viel gelernt bei unserer Pflegefamilie und ihren tierischen Mitbewohnern. Streicheleinheiten sind ganz klasse oder mit einer warmen gemütlichen Decke auf der Couch liegen. U. a. gehen wir immer auf eine Katzentoilette, dafür werden wir gelobt.   Fressen bekommen wir immer, wenn so ein Knistergeräusch ertönt. Schnell zum Freßplatz und schlemmen. Lecker und köstlich.

Dort werde ich, Sven, dann auch ohne Angst von der Pflegemama auf dem Rücken und am Kopf gestreichelt. Snorre ist mutiger und geht sogar schon in das große Bett von unserer Pflegemama, sogar unter die Decke. Soweit bin ich noch nicht, das dauert noch eine zeit lang.  Aber die Dosis sind zuversichtlich, das das bald der Fall sein wird.

 

In ein paar Wochen können wir ausziehen in die große weite Welt. Eine nette mit Familie mit Jugendlichen. Die uns geduldig Zeit lässt menschenbezogener zu werden. Freigang wünschen wir uns auf jeden Fall.

Die  Familie sollte noch etwas Geduld mit mir uns haben. Snorre rennt bei lauten Geräuschen ( Klingel ) weg und versteckt sich. Wenn man langsam auf ihn zugeht kann man ihn streicheln. Das will ich auch noch lernen und viel mehr.

Ich muss mir halt noch einige Dinge von Snorre abgucken, damit ich dem Menschen noch mehr zu vertrauen kann.

Wer uns kennen lernen möchte, kann sich melden und uns in Bergheim besuchen kommen.

Unsere Pflegefamilie kann euch noch viele andere gute Dinge über uns erzählen. Wir machen nichts kaputt und sind die liebsten kleinen Katzen, die man sich wünschen kann.

Hier die Kontaktdaten: 022 71- 980 500 oder Mobil: 0170- 2140 880

 

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