Findus und Herr Schleicher im Glück

25. September 2017

von

Findus, unser Schatz, ist am 19.10.2017 zu Herrn Schleicher gezogen. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Wir wünschen alles Gute und eine tolle Zeit zusammen.
Das Team der Samtpfotenhilfe Brühl e.V.
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Hallo…
ich heiße Sven und habe ein Problemchen, zudem ich eure Hilfe benötige:
Im Dezember letzten Jahres kam ich als eines von drei kleinen, 6 Wochen alten und wilden Brüderchen von einem Schrottplatz auf eine Pflegestelle nach Bergheim. Meine Brüder hießen Snorre und Sid. Sid war jedoch so krank, dass er nach wenigen Tagen erlöst werden musste. So blieben Snorre und ich übrig. Wir waren zunächst sehr ängstlich und scheu. Snorre überwand diese Scheu aber recht schnell und kuschelte sich ganz schnell ins Herz unserer Pflegeeltern. Ich war einfach noch nicht so weit, und so hielt ich mich immer nur an meinen Bruder. Ihr könnt euch also den Schock vorstellen, als Snorre Ende August plötzlich nicht mehr nach Hause kam.

Nach ein paar Tagen hängte unsere Pflefgefamilie überall in der näheren Umgebung Zettel aus, auf denen stand, dass sie Snorre suchen und um Hilfe bitten. Da ich so traurig war, dachte ich mir, ich könnte mich ja jetzt doch mal von ihnen streicheln lassen. Vielleicht gefällt es mir ja. Und? Was soll ich euch sagen? Es ist herrlich! Seitdem suche ich ständig ihren Kontakt, lasse mich streicheln, schmeiße mich vor ihnen auf den Boden, damit sie mich auch ja nicht übersehen. Sie konnten mir sogar schon ein Flohmittel verpassen, ohne dass ich es gemerkt habe. Jetzt weiß ich auch, dass ich sogar schnurren kann. Ich habe auch schon in ihrem Bett geschlafen!!! STOLZ!!!
Dann, nach ein paar Tagen kam ein Anruf einer Spaziergängerin, die glaubte, Snorre auf den Aushängen erkannt zu haben und er sich seit zwei Tagen bei ihr im Garten aufhalte und dass er anscheinend verletzt ist und kläglich miaut. Meine Pflegemama ist sofort dorthin gefahren, konnte aber schon auf den ersten Blick erkennen, dass es doch nicht meine Bruder war. Da diese Katze aber ganz offensichtlich Hilfe brauchte, nahm sie ihn einfach mit und fuhr mit ihm zu unserem Tierarzt. Es stellte sich heraus, dass diese Katze ein Kater von ca. 5 Jahren ist, dass ihm ein Reißzahn fehlt und er einen Überbiss hat. Dadurch hat sich über die Jahre ein unterer Reißzahn in seinen Gaumen gebohrt, der dort ein Loch geschaffen hat, was weder blutet noch entzündet ist, sondern einfach gut zu seinem Unterkiefer passt. Er scheint damit gut klar zu kommen. Beim Tierarzt wurde er geröngt, entfloht und kastriert. Die Röntgenaufnahmen ergaben keine besondere Verletzung. Wahrscheinlich ist er nach einem Sprung einfach nur mal blöd aufgekommen, so dass er ein paar Tage humpelte. Da er nicht gechipt ist, konnte kein Besitzer festgestellt werden. Und so nahm meine Pflegemama ihn mit nach Hause und legte ihn zunächst in die Garage mit Futter und Wasser. Am Abend öffnete sie die Garage zum Garten hin, und tatsächlich war er irgendwann wieder verschwunden…
…DACHTEN WIR!!!!
Am Nachmittag des gleichen Tages erreichte uns noch eine Anruferin, die uns mitteilte, dass sie an diesem Tag erst unsere Aushänge gesehen hätte und sie uns leider mitteilen müsse, dass mein Bruder Snorre bereits am vergangenen Sonntag tot am Straßenrand ganz in unserer Nähe gelegen hätte. Die Anruferin legte ihn auf den Grünstreifen, aber als sie später wieder dort mit ihrem Hund spazieren ging, war er nicht mehr da. Ein Anruf bei der Stadt half uns leider nicht weiter. Wir sind sehr traurig darüber, auch weil wir ihn noch nicht einmal beerdigen können.
Am nächsten Tag ging mein Pflegepapa durch den Garten in die Werkstatt und hörte ein klägliches miauen. Der Kater vom Vortag hatte in der Werkstatt Unterschlupf gesucht und war offensichtlich hungrig. Mein Pflegepapa gab ihm zunächst nochmal Futter und rief meine Pflegemama. Und so wurde beschlossen, dass der arme Kerl erstmal in der Werkstatt wohnen dürfe. Da er ja quasi gefunden wurde, nannten sie ihn „Findus“ weil sich „Fundus“ ja ziemlich blöd anhört. In einem weiteren Schritt wurde er auf ansteckende Krankheiten untersucht und entwurmt. Da er grundsätzlich kerngesund ist, wurde Findus direkt geimpft und durfte von diesem Tag an mit zu uns ins Haus, wo er sich zunächst in einen Kellerraum zurückzog, um erstmal aufzutauen.
Mittlerweile zeigt sich, dass er total verschmust ist, sich sehr gut mit unserem Hund und der Katze Malou versteht, aber leider, und jetzt kommen wir zu meinem Problem, anscheinend nicht mit anderen Katern. Das könnte daran liegen, dass er zu lange unkastriert war. Er jagt mich seit ein paar Tagen durch das ganze Haus bis nach draußen und dort noch weiter durch die anderen Gärten. Jetzt, wo ich doch gerade erst Vertrauen in meine Menschenfamilie gefasst habe und dachte, ich könnte nun endlich zur Ruhe kommen und mein kleines Kater-Dasein führen, werde ich jeden Tag aufgescheucht und davon gejagt. Ich traue mich kaum nach Hause. Aber ich habe doch Hunger und vermisse jetzt meine Streicheleinheiten. Darüber bin ich sehr traurig und fühle mich im Moment gar nicht wohl. Darum wäre es prima, wenn er ein anderes gutes Zuhause oder zunächst mal eine Pflegestelle finden würde, wo er allein ist oder nur Weibchen sind.
Ich fasse noch mal zusammen:
Er heißt Findus, ist ca. 5 Jahre alt, ist gesund, entwurmt, entfloht, geimpft und wird sicher bald gechipt (ne, Annelie?!). Das Fell auf seinem Rücken ist nach dem Flohspot schon sehr schön nachgewachsen. Er verträgt sich mit Hunden und Katzenweibchen, ist toootaaal verschmust und anhänglich. Auch beim Tierarzt ist er absolut brav, faucht und kratzt kein bisschen. Findus hat die Katzenklappe bereits begriffen, braucht also auf jeden Fall Freigang. Über seine Herkunft ist nichts bekannt.
Schade, dass er mich nicht mag, sonst hätte er bleiben können.
Bitte helft mir/uns…
…euer Sveni!

 

Bei Interesse an unserem Schatz Findus meldet Euch bitte bei: Martina Tel. 02232- 23965

oder schreibt eine Mail an: *protected email*.

 

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