FAQ

*** EURE FRAGEN & UNSERE ANTWORTEN***

Was versteht man unter einer „Pflegestelle“?

Pflegestellen arbeiten ehrenamtlich Hand in Hand mit uns – dem Tierschutzverein.
Das Tier wird bei Aufnahme in den Verein auf eine Pflegestelle gegeben und bleibt dort bis zur Vermittlung.
Dort wird das Tier bei Bedarf medizinisch versorgt und liebevoll gepflegt.

Wir, als Verein, sind dringend auf Pflegestellen angewiesen um u. a. Fundtiere bestmöglich unterzubringen und zu versorgen.

Es handelt sich jedoch nur in Ausnahmefällen um kranke Tiere!
Wichtig: Die Pflegefamilie wird von uns finanziell unterstützt!!!

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Die richtige Haltung…

… ist nicht die Einzelhaltung! Katzen sind sehr soziale Tiere, welche zwar alleine jagen aber nie ohne einen kätzischen Freund leben möchten! Auch wenn die Menschenfamilie des Tigers stets Zuhause ist, kann diese nicht die Bedürfnisse der Katze erfüllen. Katzen brauchen einen Kumpel zum raufen, spielen, Fell putzen, Spaß haben etc.
Dies kann ein Mensch in diesem Maße nicht erfüllen.

Es gibt allerdings auch mal Ausnahmen: Ältere Katze, welche vom Menschen bereits zu Einzelgängern gemacht wurden. Diese sind sehr schwer bis gar nicht zu vergesellschaften und werden deshalb ausnahmsweise in eine Einzelhaltung weitervermittelt. Zeigt sich eine Einzelkatze allerdings als Teamplayer, freuen wir uns hier über die Vermittlung zu einem Katzenfreund!

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Welches Futter sollte ich meiner Katze geben?

Katzen sind reine Carnivoren (Fleischfresser) und sollten deshalb auch dementsprechend gefüttert werden. Ihr Magen-Darm-Trakt ist viel kürzer als der des Menschen, sodass z. B. Getreide und das darin enthaltene Gluten nicht verarbeitet werden kann. Da Katzen ehemalige Wüstentiere sind, ziehen sie den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs aus ihrem Futter. Wird aber nun als Nahrung Trockenfutter gegeben, so kann der Flüssigkeitsbedarf nicht artgerecht gedeckt werden und muss (im besten Fall) anderweitig zugeführt werden.

Um den Flüssigkeitsbedarf nach z. B. 100g Trockenfutter zu decken, muss die Katze täglich ca. 600ml Wasser zu sich nehmen. Diese Menge ist für eine Katze nicht zu schaffen. Somit entzieht das Trockenfutter dem Körper Wasser und das kann u. a. zu Dehydrierung, Nierenschäden oder Diabetes führen! Oftmals wird auch der Aberglaube verbreitet, dass Trockenfutter gut für die Zähne sei. Hierzu sei zu sagen: Wenn der Mensch einen Keks isst und sich nicht die Zähne putzt, hat er früher oder später Probleme mit Karies. Genauso verhält es sich bei unseren Katzen mit Trockenfutter! Besser man gibt der Samtpfote zur Zahnreinigung ein Stück rohes Fleisch (bitte kein rohes Schweinefleisch!!).

Wer seiner Katze gutes Futter gönnen möchte der greift zu hochwertigem Nassfutter. Keine Angst – hochwertig heißt nicht gleich teuer. Auf den ersten Blick mögen 400g eines hochwertigen Nassfutters teurer erscheinen als z. B. Whiskas oder Felix, jedoch lässt man sich hier täuschen!

Von den günstigen Futtersorten (Whiskas, Felix etc.) müssen die Katzen viel mehr zu sich nehmen um endlich ein Sättigungsgefühl zu verspüren. Bei hochwertigem Nassfutter stellt sich dieser Effekt wesentlich früher ein.

Es ist zu beachten, dass das Nassfutter mindestens 60% gut deklariertes Fleisch und kein Getreide oder Zucker enthält. Obst und Gemüse sind in kleinen Mengen in Ordnung (insgesamt max. 10%)!

Empfehlenswerte Futtersorten sind u. a.:
◦ Pfotenliebe
◦ Animonda Carny
◦ Grau getreidefrei
◦ Terra Faelis
◦ Om nom nom
◦ Lucky Kitty
◦ BioForPets
◦ Auenland
◦ Christopherus
◦ Real nature
◦ Ropocat
◦ Leonardo
◦ GranataPet
◦ MAC’s
◦ Catz finefood
◦ Feringa
◦ Premiere
◦ MjAM MjAM

Einige dieser Sorten sind im Fressnapf oder Futterhaus erhältlich, andere wiederrum nur im Internet.

Hier können wir Ihnen folgende Shops zur Futterbestellung empfehlen:
◦ Fressnapf.de ◦ Zooplus.de ◦ Petspremium.de

Wichtig ist das zu „Alleinfutter“ gegriffen wird. Nur mit diesem wird die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. „Ergänzungsfutter“ ist nicht als Alleinfutter zu empfehlen. Dieses sollte maximal 1 – 2x die Woche als Snack gereicht werden.
Als Leckerlies empfiehlt sich pures getrocknetes Fleisch, wie z. B. „Cosma Snackies“ oder „Trixie Trockenfisch“

Wer kein Dosenfutter mag oder den Fellnasen das BESTE gönnen möchte, beschäftigt sich mit BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) 🙂

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Wie erkenne ich ob meine Katze krank ist?

Einige mögliche Alarmsignale können sein….
– plötzliche Unsauberkeit
– plötzliche Aggressionen
– Veränderungen im Fressverhalten
– Angst/Scheu
– Veränderungen im Trinkverhalten
– Unruhe
– Apathie
– erhöhtes Ruhebedürfnis
– vermehrtes Putzen
– Husten, Niesen, Heiserkeit
– häufiges Kratzen
– häufiges Erbrechen

► Nicht lange warten, sondern einen Tierarzt aufsuchen!

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Was für Gefahrenquellen gibt es im Haushalt?
– Kippfenster sollten mit einem Kippfensterschutz abgesichert werden
– auf heißen Herdplatten sollte ein Topf mit kaltem Wasser stehen
– heißen Backofen nicht offen lassen
– Waschmaschinen und Trockner geschlossen halten bzw. vor der Nutzung überprüfen
– instabile wackelige Kratzbäume gehören ausgetauscht oder stabilisiert
– giftige Pflanzen entsorgen
– keine „hängenden“ Stromkabel
– Kerzen außer Reichweite aufstellen (Alternative: LED Kerzen)
– Katzenhalsbänder = Lebensgefahr (die Katze kann sich strangulieren)

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Warum sollte meine Katze/mein Kater kaastriert werden?
Diese ist für unsere Samtpfoten extrem wichtig! Bei einer Kastration werden die Eierstöcke oder Hoden vollständig entfernt. Durch die Entfernung dieser sexualhormonproduzierenden Organe werden die Tiere unfruchtbar.

Nach der Kastration tritt kein Sexualverhalten mehr auf und die Risiken, dass Kätzinnen an Gebärmuttererkrankungen erkranken sinkt auf ein Minimum. Eine Dauerrolligkeit wird ebenfalls verhindert und die Katze steht nicht mehr unter dem enormen Stress sich fortpflanzen zu müssen.

Auch Kater profitieren von der Kastration. Ihr Revier (bei Freigängern) verkleinert sich, sie markieren weniger/nicht mehr und prügeln sich weniger mit ihren Artgenossen.

Bitte unbedingt darauf achten, dass der Tierarzt das Tier kastriert und nicht sterilisiert.
Bei einer Sterilisation werden nur die Ei-/Samenleiter durchtrennt. Das Sexualverhalten verändert sich nicht. Alle o. a. Vorteile der Kastration gelten hier nicht!

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Wozu soll ich die Katze nach dem setzen eines Chips „registrieren“?

Der Chip, samt ordentlicher Registrierung bei z. B. TASSO (www.tasso.net), ist die Visitenkarte der Katze in der Menschenwelt. Sollte man sein Tier einmal vermissen sind die Chancen auf eine Rückführung wesentlich höher als ohne Chip.

Der Finder kann den Chip des Tieres über z. B. einen Tierarzt oder Tierschutz-Verein auslesen lassen und somit herausfinden zu wem dieses gehört. Es ist wichtig, dass nicht nur Freigänger sondern auch Hauskatzen gechippt und registriert werden. Auch eine Hauskatze kann schnell durch die offene Haustür oder das Fenster verschwinden. Wenn man seinen Liebling dann wiederfinden möchte, stehen die Chancen ohne Chip ziemlich schlecht.
► Die Registrierung bei Tasso ist kostenlos und muss meist vom Tierhalter selbst vorgenommen werden.